Metallindustrie

Mittwoch, 20. September 2006

Fast 100 % für Streik bei BSH

Mit deutlichen 94,97 stimmten der IG Metall-Mitglieder der von Schließung bedrohten Bosch-Siemens-Hausgerätewerks (BSH) in Berlin-Spandau am Dienstag in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik votiert.
Mit dem Ende des Berliner Produktionsstandortes würden 570 Arbeiter ihre Jobs verlieren.

Im letzten Jahr scheiterte der Versuch das Werk zu schließen, nachdem die IG Metall den Preis für die Schließung in die Höhe getrieben hatte, daß man von dieser wieder absah.
Im Kampf um den Erhalt geben sich Arbeiter und Gewerkschaft kampfbereit.

Infos auf labournet

Montag, 24. April 2006

Einigung, kein Streik in der Metall- und Elektroindustrie

Nach dem Pilotabschluß in Nordrhein-Westfalen ist ein Arbeitskampf in der Metall- und Elektroindustrie offenbar abgewendet worden. Im Gegensatz zu Ver.di, die noch iimmer im Streik steht, brauchte die IG-Metall nur wenige Warnstreiks und eine Streikandrohung, um zu einem Erfolg zu kommen. Sicher auch, weil das Arbeitgeberlager in einer für sie konjunkturell guten Lage keinen Streik riskieren wollte.

"Arbeitgeber und IG Metall einigten sich am Samstag morgen in Düsseldorf nach einem 18 Stunden dauernden Verhandlungsmarathon auf Einkommenserhöhungen von drei Prozent ab dem 1. Juni. Für die Monate März, April und Mai wurden Einmalzahlungen in Höhe von 310 Euro vereinbart. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von insgesamt 13 Monaten. ... Der Vorstand der IG Metall habe mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Rande der Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen vereinbart, den Abschluß auf alle Regionen zu übertragen...
Auch die Metalltarifparteien in Baden-Württemberg einigten sich am Samstag abend. Nach zähen Verhandlungen verständigten sie sich über die so genannten Steinkühler-Pausen und schnürten ein Gesamtpaket. Die Pausen sollen künftig nur noch für Fließbandarbeit mit kurzen Takten gelten, ... Störungen im Betriebsablauf können künftig auf die Pausen angerechnet werden. Etwa bei einem Drittel der rund 90.000 Beschäftigten in Nordwürttemberg/Nordbaden werde die Pause langfristig wegfallen, bei einem weiteren Drittel werde es weniger Pausen geben. Für das restliche Drittel bleibe die Pausenregelung unverändert. Die Arbeitszeit, die die Betriebe dadurch einsparen, dürfe nicht zu Kündigungen führen. Die dreiminütige „Pinkelpause“ bleibe unangetastet."
(FAZ)

Sonntag, 2. April 2006

Metaller fotografieren Metaller

Eigentlich heißt es "Metaller/innen fotografieren (für) Metaller/innen", doch ehrlich gesagt ist das wegen der Schrägstriche für eine Überschrift im Schriftbild etwas zu holprig. Den Link zu den Fotos möchten wir nicht nur für MetallerInnen (es lebe das große i) gerne weiterreichen:
http://www.jugend.igmetall.de/fix/php/fotogalerie_members

Freitag, 31. März 2006

Wieder Streik bei AEG

Wurde der AEG-Streik nicht vor kurzem beendet? Stimmt schon, doch diesmal geht es nicht um die Schließung des Standortes in Nürnberg, sondern um die Tarifforderungen der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie. Es wird erwartet, daß in einem Warnstreik ca. 1000 Streikenden erneut die Produktion von Haushaltsgeräten bei AEG-Nürnberg komplett lahmlegen.

Donnerstag, 30. März 2006

Warnstreik der IG-Metall in Baden-Württemberg

In Sindelfingen unterstützten etwa 12.000 Beschäftigte von DaimlerChrysler, bei einer Protestveranstaltung der IG-Metall, die Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn.
Insgesamt waren in Baden-Württemberg rund 20.000 Metaller zu Warnstreiks aufgerufen.

"Der baden-württembergische IG-Metall-Chef Jörg Hofmann warf den Arbeitgebern auf der Kundgebung eine «koordinierte Verweigerungshaltung» in den bisherigen Tarifverhandlungen vor. Mit Blick auf das vom Verband Südwestmetall für den 6. April angekündigte Angebot zeigte er sich wenig zuversichtlich. Es werde offenbar an eine Lohnerhöhung von 1,4 Prozent und eine Einmalzahlung gedacht. Die Beschäftigten seien aber «keine Almosenempfänger» und ließen sich nicht abspeisen." (siehe Linkszeitung)

Mittwoch, 29. März 2006

Mehr als 80.000 in bundesweiten Warnstreiks

Um Mitternacht ist die Friedenspflicht in der Metallindustrie ausgelaufen, in der "Nacht zu Mittwoch protestierten bundesweit über 10.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie für eine fünfprozentige Lohnerhöhung. Ganze Nachtschichten legten nach Angaben der IG Metall zeitweise die Arbeit nieder und versammelten sich zu Kundgebungen. Die Gewerkschaft zeigte sich mit der Beteiligung sehr zufrieden. Die Beschäftigten erwarteten endlich ein vernünftiges Angebot, hieß es. Allein vor den Ford-Werken in Saarlouis kamen rund 3000 Menschen aus etwa zehn Betrieben zu einer zentralen Kundgebung zusammen und ließen die Produktion mehr als eine Stunde lang stillstehen. Unter dem Motto «Feuer und Flamme für fünf Prozent» forderten sie bei der bundesweit größten Aktion von den Arbeitgebern Bewegung im Streit um mehr Lohn und Gehalt. IG-Metall-Chef Jürgen Peters sagte: «Es geht nicht nur um fünf Prozent, sondern auch um die Frage, ob wir uns wehren gegen einen ungezügelten Kapitalismus.» [...]
Die IG Metall kündigte für den heutigen Mittwoch eine erhebliche Ausweitung der Aktionen an. Allein in Bayern hat die Gewerkschaft 9500 Beschäftigte in 15 Betrieben aufgerufen, im Tagesverlauf vorübergehend die Arbeit niederzulegen. [...]
In Niedersachsen sollen die Warnstreiks auf sechzehn weitere Betriebe ausgedehnt werden, unter anderem Miele in Lehrte, Bosch Blaupunkt in Hildesheim und Siemens in Braunschweig. In Rheinland-Pfalz ist unter anderem ein Warnstreik bei DaimlerChrysler in Wörth mit mehreren tausend Teilnehmern geplant. In Hamburg wollen bei der Traditionswerft Blohm & Voss die Mitarbeiter am Mittwochmorgen für zwei Stunden die Arbeit niederlegen. Auch in Hessen, Baden- Württemberg und vor allem in Nordrhein-Westfalen sollen die Warnstreiks ausgedehnt werden."
(Netzeitung)

Dienstag, 28. März 2006

Warnstreik in der Leipziger Metall- und Elektroindustrie

"Mehr als 1000 Mitarbeiter des Leipziger BMW-Werks sind erstmals seit Eröffnung des Produktionsstandorts im Mai 2005 in einen Warnstreik getreten." (LinksZeitung)
Der Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, warf den Arbeitgebern vor, "die Friedenspflicht nicht zur Vorlage eines Angebots genutzt zu haben. Deswegen komme es jetzt zu Warnstreiks, sagte Peters am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin». ... Nach dem Ablauf der Friedenspflicht soll bundesweit in Betrieben gestreikt werden.
Gleichzeitig verteidigte Peters die Forderung von fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die rund 3,4 Millionen Beschäftigten der Branche. «Wenn wir die fünf Prozent tatsächlich durchsetzen könnten, dann wäre das eine Kostenerhöhung von 0,88 Prozent», erläuterte Peters. «Und da sagt die Industrie, das könne sie nicht verkraften. Das Geschrei ist nicht sehr plausibel«, fügte er hinzu.
Gleichzeitig wies Peters auf die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre hin."

Dienstag, 28. Februar 2006

Aschermittwoch: Warnstreiks in der Metallindustrie

Ab Aschermittwoch plant die IG Metall "sichtbare Aktionen" in Baden-Württemberg. "Nicht nur an einem Tag, nicht nur in einem Betrieb", wie Jörg Hofmann, Bezirksleiter der Gewerkschaft in Baden-Württemberg, ankündigte. Traditionell wird der Tarifkampf in der Metallindustrie im Südwesten entschieden:

"Mehrere zehntausend Arbeiter werden vorübergehend die Arbeit niederlegen, bei Daimler-Chrysler schon in der Nachtschicht zum Mittwoch, später auch in den Fabriken von Porsche und Bosch."
"Dieses Mal geht es [...] um fünf Minuten weniger in der Stunde - die sogenannte Steinkühler-Pause. Und es geht um mehr Geld: Fünf Prozent mehr Lohn verlangt die IG Metall. Die Arbeitgeber halten allenfalls 1,2 Prozent für gerechtfertigt.
Die Metaller sehen sich dabei in einem taktischen Vorteil gegenüber den Kollegen von Verdi. 'Die Kassen der öffentlichen Arbeitgeber sind leer. Die Firmen der Metall- und Elektroindustrie dagegen verdienen prächtig', sagt Jörg Hofmann, Bezirksleiter der Gewerkschaft in Baden-Württemberg. 'Bevor das Geld nur bei den Aktionären landet, möchten wir nicht mehr als unseren fairen Anteil.'"

(faz.net: IG Metall - Warnstreiks ab Aschermittwoch)

Mittwoch, 8. Februar 2006

Auch IG Metall droht mit Streik

Die Forderung der IG Metall nach einer Lohnerhöhung von 5 Prozent stehen einem Angebot der Arbeitgeber in Höhe von 1,2 Prozent gegenüber. Beide Parteien gehen mit klaren Standpunkten in die Tarifverhandlungen.
Die Gewerkschaft erklärte, daß fünf Prozent mehr für die 3,4 Millionen Beschäftigten durch die gute wirtschaftliche Lage vieler Metall- und Elektrounternehmen gerechtfertigt sei. Die ArbeitnehmerInnen müssten an den von ihnen erarbeiteten Gewinnen der Unternehmen beteiligt werden. Die Friedenpflicht endet am 28. März. Sollte es keine Einigungen mit den Arbeitgebern geben, schliesst die IG Metall auch Streiks nicht aus. Die GewerkschafterInnen seien wie die KollegInnen im Öffentlichen Dienst streikbereit.

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